FAQ Strumpf-Lieferant
Die häufig gestellten Fragen, kurz FAQ. Auf dieser Seite findest du eine Übersicht über die Fragen, die uns von Strumpfvermessern am häufigsten gestellt werden. Schau dir hier auch unsere fünf Tipps zur Verwendung und Pflege von Strümpfen an. Hast du Fragen zur Strumpfvermessung, die hier nicht aufgeführt sind? Dann nimm Kontakt mit uns auf!
Allgemeines
Ist das Bein wirklich ödemfrei? Diese Falten weisen eine deutliche Einschnürung mit tieferen Furchen am Spann auf. Dies tritt häufiger bei Menschen auf, die sich wenig bewegen. Raten Sie Ihrem Patienten, beim Sitzen regelmäßig mit den Füßen zu wackeln. Auch das Polstern ist eine Lösung, da dies lindernd wirkt. Stellen Sie sich folgende Fragen: Ist der Strumpf nicht zu lang? Ist der Strumpf richtig angezogen? Ist der Fuß zu kurz, zu breit oder rutscht er aufgrund eines Hohlfußes oder durch das Tragen falscher Schuhe zurück? All diese Anzeichen können der Grund dafür sein, dass sich ein Strumpf am Spann wellt. Lassen Sie die Patienten immer zuerst den Bund richtig ansetzen und dann mit einem Gummihandschuh den Strumpf gut über das Bein verteilen. Bei Menschen mit Lipoedem Typ 3 (Knöchelpolster), die einen Rundstrumpf tragen, entstehen häufig Falten im Strumpf. Empfehlung: Wechseln Sie zu einem Flachstrumpf und polstern Sie den Knöchel/Rist.
Auch hier gilt: Prüfen Sie, ob das Bein frei von Ödemen ist. Eine Polsterung im Bereich des Spanns und des Knöchels kann Linderung verschaffen. Weist der Patient Fehlstellungen der Füße auf, wie z. B. starke Plattfüße, extreme Hohlfüße oder Spreiz- oder Senkfüße, verwenden Sie einen Strumpf mit Zehenkappe. Eine Zehenkappe verhindert ein Zurückrutschen und damit Faltenbildung am Spann. Menschen mit Fehlstellungen der Füße rollen ihre Füße beim Gehen nicht richtig ab. Dadurch werden die Fuß- und Wadenmuskeln nicht richtig beansprucht. Oftmals kommt es zu Ödemen am Fußrücken und um die Knöchel herum. Sie können den Patienten zur Anfertigung von Einlagen überweisen und selbst eine festere Strumpfhose wählen, wie beispielsweise die Eurostar 2 oder die Euroform 3.
In diesem Fall können Falten entstehen und die Strümpfe können herunterrutschen. Als Faustregel gilt: Es ist normal, die Strümpfe bis zu viermal am Tag hochzuziehen. Wenn dies öfter geschehen muss oder wenn die Strümpfe bereits nach einer halben Stunde auf halber Höhe am Bein hängen, ist es ratsam, nach einer anderen Lösung zu suchen. Wenn die Strümpfe schnell herunterrutschen, ist es wichtig, einige Dinge genau zu überprüfen: Werden die Strümpfe regelmäßig gewaschen, werden sie richtig angezogen und verteilt, sind die Beine/Arme im Umfang schmaler geworden, hat der Patient abgenommen und zu welcher Tageszeit rutschen die Strümpfe herunter?
Wenn du das Gefühl hast, dass der Strumpf im Bereich des kleinen Zehs zu stark drückt, kannst du beim nächsten Mal einen Strumpf mit Zehenkappe bestellen. Das Anbringen eines kleinen Filzrings kann den Druck lokal verringern. Achte darauf, den Ring nicht rundherum anzubringen, da dies das Absaugen des Hühnerauges beeinträchtigen könnte. Die Naht eines flachgestrickten Strumpfes kann unter dem Fuß auf einer Länge von einem Zentimeter aufgetrennt werden. Der Druck verschwindet sofort. Achten Sie auch immer auf die Schuhe, die der Patient trägt. Oft ist es der Schuh, der gegen den Rand des Strumpfes drückt, wodurch genau dort ein Hühnerauge entsteht. Gute Schuhe mit einer Leiste in der richtigen Größe sind die Lösung.
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Blaue Verfärbungen: Dies ist ein Anzeichen dafür, dass sich zu viel Blut in den Extremitäten staut. Raten Sie Ihrem Patienten, sich mehr zu bewegen, um die Durchblutung anzuregen.
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Weiße Verfärbungen: Dies ist ein Anzeichen für eine arterielle Durchblutungsstörung oder einen Lymphstau. Weiße Haut bedeutet, dass keine Durchblutung sichtbar ist.
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Rötungen: Die Durchblutung ist gut, und es besteht kein Grund zur Sorge.
Dies bedeutet oft, dass der Strumpf zu wenig Druck ausübt. Das Blut kann nicht ausreichend abfließen, und es besteht die Gefahr, dass sich ein Ödem durch den Strumpf hindurch ausbreitet. Das Kribbeln ist oft ein Vorbote eines sich ausbreitenden Ödems. Wählen Sie einen festeren Strumpf (Eurostar 2 oder Euroform 3) oder erhöhen Sie die Druckklasse.
Kalte Füße beim Tragen von Strümpfen sind ein häufiges Phänomen und kein Grund zur Sorge. Raten Sie dem Patienten, sich mehr zu bewegen. Dadurch werden die Fuß- und Wadenmuskeln aktiviert, was die Durchblutung anregt. Wenn der Patient bettlägerig ist, kann es helfen, die Füße zu bewegen und zu vermeiden, dass die Beine in einem 90°-Winkel gehalten werden. Es ist sogar besser, die Beine hochzulagern. Wussten Sie, dass schon das Bewegen des großen Zehs Muskelkontraktionen im Fuß und in der Wade auslöst, die helfen, die Durchblutung zu verbessern? Diese Bewegung des großen Zehs können die Betroffenen selbst oder mit Hilfe einer Pflegekraft durchführen. Dreimal täglich eine Minute wirkt bereits Wunder.
Es ist logisch, dass der Kompressionsdruck dort nachlässt, wo der Strumpf endet. Bei Beinen, die durch Bandagen verschlankt werden, und bei Beinen, die nicht vollständig ödemfrei sind, kann man beobachten, dass das Knie oberhalb des Strumpfes dick wird. Es können sich ganze Schichten aus verhärteter Flüssigkeit um das Knie herum bilden. In vielen Fällen lässt sich dies beheben, indem man beispielsweise einen VaroCare-Knieverband anlegt oder einen Unterstrumpf mit leichter Kompression über dem Knie trägt. Der Einsatz eines langen Strumpfes ist nicht immer notwendig. Auch ein Sport-Knieschoner kann das Problem lösen. Wenn es zu einer Stauung oberhalb eines AG-Strumpfes kommt, ist die Wahl eines Strumpfes mit einer angestrickten Hose (ATFT) oder einer Bermuda-Hose (flachgestrickte Maßhose, TinkFit- oder Curetex-Kompressionshose), die zusätzlich zum AG getragen wird, ratsamer. Bei Druckstellen oberhalb eines Armstrumpfes kann man sich dafür entscheiden, den Bereich oberhalb des Strumpfes zusätzlich zu bandagieren, doch dies erfordert viel Geschick sowohl vom Pflegepersonal als auch vom Patienten.
Tipp: Kauf dir ein hochwertiges Lycra-Sportshirt mit Ärmeln, das eine Nummer kleiner ausfällt. Es gibt auch Kompressionsshirts unter dem Namen „Curetex-Oberkörperbandagen“.
Messen
Manchmal ist es schwierig, die Größe B1 zu finden. Nutze diese kleine Rechnung, um die richtige Größe und Länge zu ermitteln:
Umfang oder Länge B + Umfang oder Länge C geteilt durch 2 minus 1 cm = cB1 / lB1.
Beispiel: bei einem B-Umfang von 22 cm und einem C-Umfang von 32 cm
22 + 32 = 54 cm / 2 minus 1 cm = 26 cm.
lK1T = die Länge von der Taille bis zum Schritt an der Vorderseite/Bauchseite des Körpers. Das Maßband folgt der Wölbung des Bauches. Diese Länge wird bis zum Schritt gemessen.
lK2T = die Länge von der Taille bis zur Gesäßfalte. Das Maßband folgt der Wölbung des Gesäßes. Es wird empfohlen, das Maßband über eine der beiden Gesäßhälften zu legen und nicht in der Mitte, damit du problemlos bis in die Gesäßfalte messen kannst.
Um zu überprüfen, ob diese Länge des Vorder- und Hinterteils der Hose stimmt, kannst du folgende Rechenformel verwenden:
lT minus lG = lGT (Länge von G bis T)
Die lK1T entspricht oft der lGT.
Die lK2T ist bei den meisten Körperformen länger als die lGT (wegen des Gesäßbereichs).
Die lGT weicht jedenfalls nie stark von der lK1T und der lK2T ab.
Komplexe Situationen
Das Motto lautet hier: Beschränken Sie die Versorgung auf einen AD-Strumpf. Alle anderen Ausführungen sind zum Scheitern verurteilt. Falten in der Haut ermöglichen es dem Strumpf, sich einzuschneiden, was zu Hautverletzungen führt. Durch die sich verjüngende Form des Oberschenkels wird ein AG-Strumpf umschlagen und herunterrutschen. Die Wahl einer Strumpfhose ist ebenfalls nicht praktikabel, da diese vom Patienten, der Pflegekraft oder dem Pflegepersonal nur schwer anzuziehen ist.
Legen Sie eine Pelotte unter den Strumpf im Bereich des Vorderfußes über die gesamte Länge und Breite auf der dorsalen Seite des Fußes (auf dem Fußrücken). Für diese Menschen ist es angenehm, wenn die Strümpfe an den Füßen lang geschnitten sind, also bis über die Zehenbasis reichen. Durch das Tragen eines VaroCare Lite-Fußverbands über dem Strumpf lässt sich das Ödem in den Füßen zudem leicht bekämpfen. Auch das Tragen einer Feelgood-Zehensocke oder eines VaroSilk-Zehenverbands kann den Druck, der durch Flüssigkeitsansammlungen in den Zehen entsteht, lindern oder sogar beseitigen. Empfehlen Sie außerdem, die Beine im Laufe des Tages in verschiedene Positionen zu bringen (mal hoch, mal runter).
Probleme beim Absacken
Dies tritt häufig bei konisch geformten Beinen auf, bei denen der Unterschied zwischen dem C- und dem D-Umfang zu groß ist (D >C). Ein zu enger Sitz bei Umfangsunterschieden wirkt sich negativ aus. Der Strumpf rollt dann am Bund auf und drückt unterhalb des Knies ein. Eine Lösung kann darin bestehen, den C-Umfang lockerer zu wählen und den Unterschied zwischen C und D zu verringern. Manchmal kann das Anlegen eines VaroCare-Anti-Rutsch-Verbandes Abhilfe schaffen. Auch die Verwendung von Compressana-Hautkleber kann ausprobiert werden. Ein weiterer Grund, warum ein Strumpf abrutschen kann, ist die Tatsache, dass sich der Strumpf in der Falte zwischen Knöchel und Spann (engste Stelle) festsetzen will. Beheben Sie dies, indem Sie die Vertiefung mit Polstermaterial auffüllen. Bei extremen Umfangsunterschieden können Sie sich für einen Strumpf entscheiden, der an der lateralen Seite länger ist als an der medialen Seite (eine sogenannte D-D1- oder G-G1-Ausführung).
Du kannst dieses Problem lösen, indem du den AG-Strumpf in Kombination mit beispielsweise einer TinkFit- oder Curetex-Kompressionshose trägst. Auch spezielle Compressana-Hosen (Bermudas) sorgen dafür, dass der AG-Strumpf an Ort und Stelle bleibt. Alternativ kann ein Streifen VaroCare-Anti-Rutsch-Verband um die Beine, auf Höhe des Silikonbands, angebracht werden. Der Vorteil dieses Anti-Rutsch-Verbandes besteht zudem darin, dass du bei ausladenden Beinen und Armen die Form in den Gliedmaßen wiederherstellen kannst. Denke auch an speziellen Compressana-Hautkleber, mit dem du Strümpfe an Ort und Stelle halten kannst (erhältlich bei Varodem).
Zerrissene Strümpfe
Gummifäden werden durch den Kontakt mit Wärmequellen – beispielsweise beim Trocknen der Strümpfe auf der Heizung oder durch häufige direkte Sonneneinstrahlung – beschädigt. Die Gummifäden werden porös und reißen. Dadurch übt der Strumpf keinen oder nur noch einen verminderten Druck aus. Varodem übernimmt keine Garantie für Strümpfe, die durch Wärmequellen beschädigt wurden. Weisen Sie den Patienten an, die Strümpfe nicht in den Trockner zu geben und sie auch nicht in der Sonne trocknen zu lassen. Die Strümpfe sollten stattdessen auf der Wäscheleine getrocknet und in ein Handtuch gerollt werden, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen.
Jeder weiß, dass man unter einem Strumpf keine fettigen Produkte verwenden darf. Wir empfehlen daher, diese Produkte nur abends zu verwenden, nachdem der Strumpf ausgezogen wurde. Morgens sollte die Salbe oder Creme mit Wasser und Seife entfernt werden, bevor der Strumpf wieder angezogen wird. Dennoch sehen wir oft Strümpfe, an denen deutlich Unregelmäßigkeiten im Strickmuster und gerissene Gummifäden zu erkennen sind, verursacht durch die Einwirkung von Fett. Wer trägt die Verantwortung, wenn sich herausstellt, dass ein Strumpf doch durch Fett beschädigt wurde? Die Garantie erlischt, wenn die Strümpfe durch Creme oder Fett beschädigt wurden. Tipp: Varodem Aloe Vera Gel können Sie jedoch unter den Strümpfen auftragen!
Polstern
Polster dienen dazu, die Haut an den Stellen vor dem Strumpf zu schützen, an denen dieser lokal einengt. Dies kann vorkommen, wenn ein Bein oder ein Arm innerhalb des Silikonverbands große Umfangsunterschiede aufweist. Man denke dabei an ein Sprunggelenk oder ein Handgelenk. Oder wenn der Strumpf beispielsweise in der Knie- oder Ellenbeuge drückt. Indem man die Polstermaterialien so anbringt, dass Vertiefungen aufgefüllt werden (Pelotieren), verteilt man den Druck besser. Polster kann man auch verwenden, um den Vorfuß vor lokalem Überdruck an der medialen und lateralen Seite zu schützen. So vergrößert man den Krümmungsradius, wodurch der Druck verringert wird. Die bekanntesten Polstermaterialien sind synthetische Watte. Den Spann, die Kniekehlen und/oder die Ellenbogenbeugen können Sie durch die Verwendung eines Silikonverbands schützen.
Lösungen
Schließen Sie zunächst eine arterielle Durchblutungsstörung oder eine Thrombose aus. Ist die Durchblutung ungestört und hat eine Duplexuntersuchung ergeben, dass keine Thrombose vorliegt, können Schmerzen in der Wade darauf hindeuten, dass der Druck des Strumpfes auf das Bein zu gering ist. Wählen Sie einen Strumpf mit höherer Steifigkeit oder höherem Druck.
Der AD-Strumpf ist zu lang oder wird zu hoch gezogen, wodurch er sich in der Kniekehle doppelt legt. Manche Menschen schlagen zu lange Strümpfe am Saum um, wodurch es zu einer Abklemmung der Venen kommen kann.
In diesem Fall sollte immer ein Facharzt aufgesucht werden.
Das bedeutet, dass es zu einer übermäßigen Lymphstauung in der Leistengegend kommt. Die Lymphknoten und -bahnen sind mit der Menge des Lymphabflusses überfordert. Überweisen Sie den Patienten in diesem Fall an einen Ödemtherapeuten. Eine Überweisung an einen spezialisierten Dermatologen ist ebenfalls angebracht. Dies gilt auch für Schmerzen in der Achselhöhle oder im Oberarm beim Tragen eines Armstrumpfes. Achtung: Die Verwendung einer intermittierenden pneumatischen Kompression (Pumpe), die auf einen zu hohen Druck eingestellt ist, kann ebenfalls einen Lymphstau in der Leistengegend oder in der Achselhöhle verursachen.